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Arc 1, Kapitel 2 : Der Mord an der Ecke / Arc 1 Gluttonous Beast

Author's Preface

Die Sonne schien mir direkt ins Gesicht, als ich meine Augen öffnete.

Um ehrlich zu sein, habe ich gehofft , dass alles ein Traum gewesen ist, allerdings war es scheinbar doch keiner.

Denn als ich mich umschaute, sah ich weder mein Zimmer noch irgendetwas anderes, was mir bekannt vorkam.

Zudem war das Rauschen des Meeres immer noch da, also war alles echt kein Traum.

Ich schloss meine Augen wieder und versuchte mich zu beruhigen.

Vielleicht würde ich zurückkommen, wenn ich durch den Wald laufe, halt nur in die andere Richtung.

Allerdings hätten dann viele bestimmt schon davon berichtet, auf dem Weg zum Supermarkt in einer anderen Welt gelandet zu sein.

Also fällt diese Option ebenfalls weg.

Die Frage ist also: Was mache ich jetzt?

Wenn das alles real ist, dann heißt das, dass meine Schulden bei Liza ebenfalls echt sind.

Ich hoffe, sie hat es wieder vergessen.

Mit schweren Seufzer stand ich also auf, machte mich fertig und verließ das Zimmer.

Ich wusste zwar nicht, wie spät es ist, aber ich hörte trotzdem bereits Leute unten feiern und trinken.

Als ich den Bar Raum betrat, stand Liza bereits an der Theke.

Nach einer Weile bemerkte sie mich und winkte mich zu ihr hinüber.


Liza: “Guten Morgen, wie hast du geschlafen?”


Sie wirkte auch heute wieder fröhlich.

Dann zeigte sie auf das schwarze Brett an der Wand und sprach weiter.


Liza: “Wegen dem Geld, ich glaube ich habe es dir gestern bereits erklärt, aber da kannst du Aufträge annehmen im Gegenzug für Geld.

Du findest bestimmt irgendwas für dich.

Meine Tochter ist immer noch nicht zurück, also musst du es leider alleine machen.”


David: “Das ist kein Problem, ich werde mich einfach mal umsehen.”


Ich nickte und ging hinüber zum schwarzen Brett.

Wie viel schuldete ich ihr noch gleich?

Ich glaube, es waren 26 Silbermünzen.

Also schaute ich mir die Aufträge mal an.

Es gab auf jeden fall eine Menge Auswahl.


-Katze entflohen.

-Hilfe beim Holzhacken gesucht.

-Ratten bekämpfen.

-Kräuter sammeln.


Das waren die ersten Aufträge, die mir ins Auge sprangen.

Deutlich weniger Monster Aufträge, als ich erwartet hatte.

Von Kräutern habe ich absolut keine Ahnung, also wäre ich da keine Hilfe.

Eine Katze zu finden in einer Stadt, in der ich noch nie war, ist ebenfalls doof.

Hinterher muss nach mir auch noch jemand suchen.

Das Holzhacken sieht am besten aus.

Ich werde ja wohl eine Axt auf Holz schlagen können.

Also nahm ich den Zettel vom Brett, doch darunter war noch ein Auftrag.

Töten des Biestes im Wald?

Was?!

10 Goldmünzen als Belohnung?!

Okay, okay, wenn ich also dieses Biest erledige, dann kriege ich 10 Goldmünzen.

Ich kann nur annehmen, dass es viel Geld ist, schließlich zahle ich bereits 26 Silbermünzen für eine Nacht hier.

Bin ich aber in der Lage, sowas überhaupt zu tun?

Ich meine, ich habe keine Kampferfahrung, keine Waffe und nicht mal ne Idee, was das für ein Biest ist und was es kann.

Lieber auf Nummer sicher gehen mit dem Holzhacken oder es riskieren mit diesem Biest?

Lieber auf Nummer sicher, oder?

Ja.

Ja, auf jeden Fall.

Immer noch am Nachdenken ging ich zurück zu Liza.


David: “Ich habe mir die Aufträge mal angesehen, der sieht ganz gut aus.”


Ich legte ihr das Papier auf den Tresen und wartete auf ihre Reaktion.

Sie schaute kurz drauf mit einem Lächeln und nickte dann.


Liza: “Das ist ein schöner Auftrag.

Du kriegst ihn zwar nicht an einem Tag fertig, aber man verdient ganz gut.

Weißt du wo du hin musst?”


Fragte sie, immer noch mit einem Lächeln.

Tun ihre Wangen nicht langsam weh durch dieses ständige lächeln?


David: “Nein, die Adresse sagt mir nichts.”


Immerhin kann ich vermuten, dass es in der Nähe des Waldes ist, wenn es mit Holz zu tun hat.

Aber wo genau, das weiß ich nicht.

Liza nickte und fuhr fort.


Liza: “Du folgst der Hauptstraße bis zum Marktplatz, da wo der riesige Turm steht.

Dann gehst du die Treppen hoch und immer geradeaus, bis du an der schwarzen Mauer bist.

Dahinter biegst du links ab und dann eigentlich nur noch geradeaus.”


Ah, das ist tatsächlich eine wegbeschreibung mit der ich arbeiten kann.


David: “Alles klar, danke.

Ich mache mich dann los.

Keine Sorge, du bekommst dein Geld noch.”


Lächelte ich sie an, als ich den Auftrag nahm und aus der Bar ging.

Im Grunde muss ich nur zum Turm und dann geradeaus.

Verstanden.

Ich genoss noch den Anblick aufs Meer von der Terrasse aus und machte mich dann auf den Weg.

Doch bevor ich den Marktplatz erreichte, sah ich eine Menschenmenge versammelt in einer Nebenstraße.

Neugierig beschloss ich also hinzugehen und zu gucken was denn so interessant ist.

Als ich mich durch die Menschenmass drückte, hörte ich ein paar der Gespräche.


“Das ist so krank, er war doch so ein aufrichtiger junger Mann.”

“Wann wird dieses Biest endlich erlegt?”

“Mein Kind traut sich nach Sonnenuntergang nicht mal mehr auf die Straße.”

“Warum tun die heiligen Ritter denn nichts dagegen?”


Mit Mühen kämpfte ich mich nach vorne, als ich endlich sah, was die anderen anzog.

Blut.

Und nicht gerade wenig.

An der Hauswand war Blut, sowie auf dem Boden.

Aber dort war kein Körper.

Viele Ritter standen drumherum, und passten auf, während andere versuchten Beweise zu finden.

Wobei allen klar war, daß dass das Werk vom Biest gewesen sein muss.

Es war ein erschreckender Anblick, der einen dem Magen umdreht, selbst wenn dort kein Körper mehr war.

Am Rand stand ein Ritter, der aussah, als hätte er einen höheren Rang.

Ich schaute zu ihm, und er schaute direkt zurück.

Seine blauen Augen bohrten sich in meine.

Der Ritter mit dem hellbraunen Haaren neben ihm schien es zu merken, und er schaute ebenfalls rüber, allerdings nicht so intensiv wie der andere.

Sie wechselten ein paar Worte, dann kam der Ritter mit den intensiven blauen Augen zu mir rüber.


???: “Hast du einen Moment?”


Völlig verwirrt schaute ich ihn an.

Verdächtigt er etwa mich?

Du, ich habe selbst keinen Plan, was hier abgeht oder was das für ein Monster ist.

Ich nickte also, und folgte ihm nervös.


David: “Ähm, Sir?”


Doch er antwortete nicht.

Er brachte mich stattdessen ein paar Schritte zur Seite, wo der andere Ritter stand.

Er schaute mich an, dann zu seinem Kollegen.


???: “Bestos, haben Sie etwa einen Verdacht?"


Bestos schüttelte aber nur den Kopf.


Bestos: “Nur ein paar Fragen."


Mit ernsten Augen sah er mich an.

Ich schluckte nervös.

War ich in Schwierigkeiten?

Was könnte er bloß für Fragen stellen?

Wenn er fragt, wo ich herkomme, was soll ich dann antworten?

Ein Reisender?

Gelogen wäre es zwar nicht, aber wäre er damit zufrieden?

Bestos räusperte und blickte mich dann ernst an.


Bestos: “Woher kommen sie und wo waren sie bis eben gerade?”


Author's Note

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